

Im Labor für Verbrennungskraftmaschinen erhalten die Studenten in den vorlesungsbegleitenden Übungen Einblicke in die Funktionsweise von modernen Otto- & Dieselmotoren.
Aktuelle Förder- und Industrietransferprojekte des Instituts Automotive Powertrain (IAP) und der FITT gGmbH schreiben regelmäßig praxisnahe Aufgabenstellungen für Projektarbeiten sowie Bachelor- & Masterthesen aus.
2 Motorenprüfstände bis 230 kW (LPG/Benzin/Diesel)
Rollenprüfstand
BHKW-Prüstand
Freiprogrammierbare Motorsteuergräte / Applikationshardware
Zylinderdruckindizierung
Abgasanalyse
Verbrauchsmessung

Maschinenbau

wissenschaftlicher Mitarbeiter
Die Studie von Prof. Dr.-Ing. Thomas Heinze (htw saar) untersucht das Potenzial des erneuerbaren Dieselkraftstoffs HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oils) als sofort verfügbare Lösung zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Straßenverkehr. HVO100 wird überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt und kann – abhängig von der Rohstoffbasis – gegenüber fossilem Diesel eine CO₂-Minderung von bis zu 96 % erreichen. Da der Kraftstoff in vielen bestehenden Dieselfahrzeugen ohne technische Umrüstung eingesetzt werden kann, bietet er insbesondere für den aktuellen Fahrzeugbestand ein kurzfristig nutzbares Defossilisierungspotenzial.
Neben den klimapolitischen Vorteilen beleuchtet die Studie auch die technischen und betrieblichen Eigenschaften von HVO100. Der paraffinische Premiumkraftstoff zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Cetanzahl, geringere Ruß- und Geräuschemissionen sowie eine verbesserte Lagerstabilität aus. Gleichzeitig können reduzierte Ablagerungen in Motor- und Abgasnachbehandlungssystemen zu einer höheren Betriebseffizienz und niedrigeren Wartungskosten beitragen. Darüber hinaus analysiert die Studie die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Marktentwicklung von HVO100 in Deutschland und Europa.
Ziel der Untersuchung ist es, einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Debatte über technologieoffene Klimaschutzstrategien im Verkehrssektor zu leisten. Die Studie zeigt auf, dass erneuerbare Kraftstoffe wie HVO100 eine sinnvolle Ergänzung zur Elektromobilität darstellen können und insbesondere im bestehenden Fahrzeugbestand kurzfristig zur Emissionsminderung beitragen. Zudem werden internationale Erfahrungen und Entwicklungen im Aufbau einer HVO-Infrastruktur betrachtet.
Hier finden Sie die Übersichtsstudie HVO100.
E 5 überflüssig – 99,9 % der gefahrenen Kilometer von Benzinern können mit E 10 zurückgelegt werden.
In der Studie anlässlich der Konferenz „Kraftstoffe der Zukunft 2026“ in Berlin zur Nutzung der Ottokraftstoffsorten E 5 und E 10 stellt Prof. Dr.-Ing. Thomas Heinze (htw saar) fest, dass nur noch 0,1 % aller in Deutschland gefahrenen Kilometer mit Benzin der Sorte E 5 zurückgelegt werden müssen.
Oder anders formuliert: 99,9 % der in Deutschland gefahrenen Kilometer können auch mit E 10, ähnlich wie beispielsweise in Österreich zurückgelegt werden.
Im Rahmen der ausführlichen Auswertung anhand der Freigaben der Automobilindustrie und den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wirft das natürlich Fragen auf.
Prof. Dr.-Ing. Thomas Heinze: „Die Studie belegt eindeutig, dass auf die Kraftstoffsorte E 5, wie regulativ noch festgeschrieben, verzichtet werden kann und damit auch die Vorhaltepflicht von E 5 an den deutschen Tankstellen gesetzlich abgeschafft gehört, um Platz für umweltfreundlichere Kraftstoffe an den Zapfsäulen zu schaffen.“ Außerdem, so belegt eine weitere Studie eindrücklich, könnte der Verkehrssektor um eine nicht unerhebliche Menge an CO2-Emissionen entlastet werden.
Hier finden Sie die Präsentation der Ethanol Verträglichkeit E10 und E20 im Bestand der Benzinfahrzeuge in Deutschland.