
Das Promotionsvorhaben untersucht das Geburtserleben tauber und gehörloser Frauen in Deutschland und die Bedeutung kommunikativer Zugänglichkeit für Information, Aufklärung, Partizipation und selbstbestimmte Entscheidungsfindung. Im Fokus stehen Kommunikationsbarrieren und deren Relevanz für zentrale Dimensionen der geburtshilflichen Versorgungsqualität.
Über die versorgungswissenschaftliche Perspektive hinaus analysiert die Arbeit die damit verbundenen medizinethischen und rechtlichen Fragestellungen. Von besonderem Interesse ist, inwieweit unter eingeschränkten Kommunikationsbedingungen die Voraussetzungen für informierte Einwilligung, Autonomie und gleichberechtigte Teilhabe gewährleistet sind.
Das Vorhaben adressiert damit eine bislang unzureichend untersuchte Forschungsperspektive im deutschen Versorgungskontext und leistet einen empirisch fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung einer barrierefreien und teilhabeorientierten Geburtshilfe.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin