Prof. Dr. Dieter Leonhard (Präsidium HTW Saar)

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Tobias Raab (Dezernent für Wirtschaft, Digitalisierung und Soziales)

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Henrik Eitel (Staatskanzlei)

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Prof. Dr. Charis Förster (Fakultät für Sozialwissenschaften HTW Saar)

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Dr. Stephanie Spanu (Vorstandsmitglied Buko e.V., Zuständige für Saarbrücken/Vorstandsmitglied des Initiativkreis Soziale Arbeit e.V.)

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Sehr geehrter Präsident, sehr geehrter Dezernent, sehr geehrter Staatssekretär, sehr geehrte Dekanin, sehr geehrte Vertreter*innen der Verbände, sehr geehrtes Organisationsteam, sehr geehrte Kolleg*innen, sehr geehrte Studierende,


der Bundeskongress Soziale Arbeit blickt auf eine lange Geschichte und Tradition zurück und beschäftigt sich seit jeher mit zentralen Fragen, wie soziale Gerechtigkeit realisiert werden kann. Der Bundeskon-gress Soziale Arbeit bietet damit allen Akteure*innen die Möglichkeit, ein fachlicher, politischer und gesellschaftlicher Diskursraum für sozialen Berufe zu sein. Seit der ersten Tagung 1992 sind viele Wege beschritten worden und viele Wege stehen noch bevor, denn nicht zuletzt die Pandemie ruft, einem Brennglas gleich, die zentralen Themen der sozialen Ge-rechtigkeit oder der Anerkennung der Professionalisierung Sozialer Berufe auf die Tagesordnung. Ein neu beschrittener Weg stellt auch das heutige Format dar: der Bundeskongress Soziale Arbeit to go, in dem insgesamt vier Themenkomplexe in unterschiedlichen Bundesländern bearbeitet werden. Digitalisierung, Sozialpolitik, und Fremdbestimmung und Innovation folgen in den nächsten zwei Jahren, um final in den gesamtdeutschen Bundeskongress Soziale Arbeit in Fulda zu münden, der sich aus den Forderungen und Ergebnissen der to go Formate speist und das Thema Spaltungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen in die Debatten aufnimmt. Mit all diesen Themen werden auch Forderungen an die Politik gestellt, den Veränderungen und Bedar-fen der Sozialen Arbeit zeitnah Rechnung zu tragen, denn ein Beifall vom Balkon reicht hier schon lange nicht mehr aus, um unter anderem den stetig wachsenden Fachkräftebedarf in allen Bereichen der Sozi-alen Arbeit gerecht zu werden. Den Auftakt der to go-Reihe macht die HTW Saar mit Fragen der Ethik und stellt insbesondere Fragen nach pluralen Zugängen, also der Qualifizierung und Ausbildung von Menschen in allen Feldern der Sozi-alen Arbeit. Die hier diskutierten Themen und die Ergebnisse haben das Potential, Wegbereiter*innen zu sein, die verknüpft sind mit der Frage, wie wir in Zukunft in der sozialen Arbeit tätig werden wollen. Wir als Vorstand des Initiativkreises Soziale Arbeit sind froh, mit der HTW Saar eine Hochschule gewon-nen zu haben, die sich dieser wichtigen Aufgabe stellt und bereit ist, neue Wege zu gehen.


Wir wünschen dem allerersten BuKo to go viel Erfolg, spannende Diskussionen und wichtige Impulse für den Gesamtbuko.


Dr.in Stephanie Spanu für den Vorstand des Initiativkreis Soziale Arbeit e.V.

Thomas Greune (VPSA)

Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse,

ich bin erfreut, dass wir mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar (htw saar), Fakultät für Sozialwissenschaften und dem Verein Bundeskongress Soziale Arbeit e.V., dem Landesverband Saar des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. gemeinsam am 14. und 15.10.2021 einen digitalen Berufskongress für Soziale Arbeit zu den Themen „Ausbildung“ und „Ethik“ durchführen können. Eingebunden ist dieser erste BuKo to Go in die Veranstaltungsreihe des BuKo 2023, der unter dem Thema „Stärken bündeln für soziale Gerechtigkeit“ steht. In Saarbrücken haben Sie sich für das übergreifende Thema - Herausforderung der Qualifizierung angehender Fachkräfte in der Sozialen Arbeit und der Pädagogik der Kindheit – entschieden, was ich sehrt begrüße. Mit Erschrecken stelle ich fest, dass um den Bedarf an sozialen Fachkräften zu decken, immer mehr Hilfsberufe etabliert oder fachfremde Personen beschäftigt werden. Fachfremde Perspektiven finden somit Eingang in Theorie und Praxis. Damit Disziplin und Profession mit diesen Herausforderungen zukunftsfähig umgehen kann, müssen Antworten gefunden werden, damit Soziale Arbeit handlungsfähig bleiben kann oder wieder handlungsfähig wird. Dieser Frage werden sie sich am BuKo ToGo in Saarbrücken stellen, wofür ich mich besonders bedanken möchte. Ich bin auch sehr erfreut, dass es gelungen ist für den BuKo to Go in Saarbrücken viele Akteure aus dem Saarland einzubinden, so dass wir eine an Diversität ausgerichtete Veranstaltung vorhalten. Das Sie für die Keynote „Ethische Leitlinien – Inwieweit sind diese krisenfest? Leitlinien als Reflexionsfolie für die aktuellen Entwicklungen in der Profession“ konnte der Generalsekretär der International Federation of Social Workers (IFSW), Dr. Rory Truell gewinnen konnten findet meinen größten Respekt. Auch möchte ich Ihnen Respekt zollen, dass Sie für die Keynote „Qualifikationsrahmen Soziale Arbeit (QR SozArb) Referenzrahmen der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit“ Prof. Dr. Peter Schäfer gewinnen konnten. Die "Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V. (VPSA) - deutschsprachiger Raum" geht auf die Gründung am 14.07.2013 in Saarbrücken zurück. Wir kehren sozusagen mit der Beteiligung an dieser Veranstaltung wieder zum Ursprung zurück. Die VPSA versteht ihren Auftrag u.a. in der Vernetzung und Förderung der Profession Soziale Arbeit. Zu den Aufgaben der Vereinigung zählen Fort- und Weiterbildungsangebote, Veranstaltung von Kongressen, Tagungen und Seminaren sowie Beratungs- und Informationsangebote für Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Bildung und Erziehung. Abgerundet werden diese durch die Initiierung von Angeboten zur politischen Bildung in der Verbindung zwischen Sozialpolitik und sozialer Praxis. Im Kontext der Internationalisierung verfolgt die Vereinigung das Ziel der Förderung des fachlichen Austausches zwischen Fachkräften der Sozialen Arbeit auf internationaler Ebene, die fachliche Unterstützung der Tätigkeit von internationalen Projekten und Trägern, soweit sich diese auf die Förderung des internationalen fachlichen Austauschs richtet und die ideelle Unterstützung bei der Durchführung von internationalen Konferenzen. Die Sammlung und Archivierung von Unterlagen der Profession Sozialen Arbeit sowie die Durchführung von Treffen verschiedener Zielgruppen, z.B. interreligiöser Dialoge sind weitere Ziele, zu der sich die Vereinigung verpflichtet hat. Gerne stellen wir dem BuKo to Go in Saarbrücken unser Knowhow zur Verfügung und unterstützen diesen in der Vorbereitung, Planung und Durchführung. Ich wünsche dem BuKo to Go einen guten Verlaufe und viele spanende und fachliche Diskussionen sowie notwendig zu führende Diskurse.

Mit den besten Grüßen

Thomas Greune

Vorsitzender VPSA


Kontakt: https://www.vpsa-ev.de/

Dr. Claudia Wiotte-Franz (DBSH)

      

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Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse,                                                                                                                                  Riegelsberg, 22. September 2021

liebe Kollegen*Innen,

 

ich freue mich, dass es gelungen ist, den Bundeskongress Soziale Arbeit (BuKo) – als „to go“ mit dem Thema „Ausbildung“ in Saarbrücken auszurichten. Einen besonderen Dank richte ich an dieser Stelle an die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Fakultät
Sozialwissenschaften für deren Unterstützung und Engagement.

Ausbildung, besonders in der heutigen Zeit, ist eine wichtige Grundlage zum notwendigen Kompetenzerwerb. Gerade die Hochschulen der angewandten Wissenschaften, teils mit dualer Ausrichtung, bilden auch zukünftig eine wichtige Säule im deutschen Bildungssystem.

Als DBSH Landesverband Saar äußerten wir vor einigen Jahren die Bitte, an der saarländischen Hochschule einen Masterstudiengang für Soziale Arbeit einzurichten. Es hat uns sehr gefreut, dass die Hochschule diesen Bedarf auch gesehen hat und einen Master in der Sozialen Arbeit installiert hat. Zur Stärkung und Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit als Profession ist eine fundierte akademische Ausbildung – auch auf Master-Niveau – dringend notwendig. Herzlichen Dank an die htw saar zu diesem wichtigen Schritt für die Soziale Arbeit im Saarland.

Langfristig würden wir es auch begrüßen, wenn die Kapazitäten des Masters ausgebaut und dieser vielleicht zusätzlich in der dualen Form angeboten werden könnte. Auch würden wir uns - aus der Erfahrung heraus - einen dualen Studiengang im Bachelor wünschen.

Mit Blick auf die Beschäftigungszahlen, die zukünftig in der Sozialen Arbeit und in der Pädagogik der Kindheit benötigt werden, müssen alternative Ausbildungsformen vorgehalten werden, ohne das Niveau und den Kompetenzerwerb zu senken. Somit sollten Möglichkeiten
geschaffen werden, damit Studierende, die sich z.B. kein Vollzeitstudium leisten können, entsprechende Kompetenzen im Bachelor und im Master erwerben können. Ein dualer Studienzweig sollte daher aus unserer Sicht für die Zukunft angestrebt werden.

Ich gestatte mir an dieser Stelle auf eine weitere Thematik einzugehen, die ich als wegweisend erachte. Die Behindertenrechtskonvention (BRK) und das Bundesteilhabegesetz (BTH) haben uns in die Agenda geschrieben, zukünftig allen Menschen die Soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Diese Vorgabe, die mittlerweile in verschiedene Gesetzen (so dem neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetz– KJS) Einfluss genommen hat, muss unser Handeln im Kompetenzerwerb zukünftig leiten.

Es zeichnet sich daher aufgrund dieser gesetzlichen Forderung immer stärker ab, dass der Master als Abschluss verstärkt angeboten werden sollte. So könnten die Möglichkeiten geschaffen werden, die notwendigen weiteren speziellen und vertiefenden Kompetenzen - nach einem generalistischen Studium im Bachelor - im Master zu erwerben.

Mit dem Bundeskongress Soziale Arbeit (BuKo to go) zum Thema „Ausbildung“ in Saarbrücken wird ein Forum geschaffen, diese Themen anzusprechen und würdigend einen kritischen Blick auf die aktuelle Situation der Ausbildung – gerade im Hinblick auf den sich ständig verschärfenden Fachkräftemangel - zu richten.

Eine Konsequenz aus diesem sich abzeichnenden Fachkräftemangel kann aus unserer Sicht jedoch nicht sein, den Kompetenzerwerb zu Gunsten schnellerer und kürzerer Ausbildungen im System der Assistenz einzuschränken. Es ist uns bewusst, dass der Fachkräftemangel gerade die öffentlichen, freien und privaten Träger vor enorme Herausforderungen stellt. Die Alternative, aus unserer Sicht, bilden daher die Erweiterung der generalistischen Ausbildung im Bachelor, auch im dualen System, sowie der Aus- und Aufbau als dualer und als Vollzeitstudiengang für Master.

Hier ist die Politik gefordert, dem Fachkräftemangel vehement entgegenzuwirken, indem entsprechende Mittel zum Ausbau der Ausbildungskapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

Ich wünsche dem „BuKo to go“ viel Erfolg und dem Bundeskongress Soziale Arbeit in Gänze zahlreiche Impulse und gute Ergebnisse, so dass abschließend wichtige Forderungen gestellt werden können.

 

(Dr. Claudia Wiotte-Franz)


Landesvorsitzende DBSH Saar LV


(siehe auch: https://sl.dbsh.de)

Prof. Dr. Ulrike Zöller (Organisator*innenteam)

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htw saar
Hochschule für
Technik und Wirtschaft
des Saarlandes

University of
Applied Sciences

Kontakt

Hochschule für Technik und Wirtschaft
des Saarlandes
Goebenstraße 40
66117 Saarbrücken

Telefon: (0681) 58 67 - 0
Telefax: (0681) 58 67 - 122
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Aufsichtsbehörde:
Staatskanzlei des Saarlandes

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