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Future-Skills-Modell der htw saar

Die digitale Transformation und der stetige Wandel der Arbeitswelt erfordern von Individuen nicht nur fachliche Expertise, sondern auch eine Vielzahl an überfachlichen Kompetenzen. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen des DIGITAM-Projekts das Future Skills-Modell Saar an der htw saar entwickelt. Ziel dieses Modells ist es, Studierenden dabei zu unterstützen, essenzielle Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln, die sie befähigen, Herausforderungen der heutigen und künftigen (digitalen) Arbeitswelt sowie des Alltags erfolgreich zu meistern.

Das Modell definiert Future Skills als Kompetenzen, die in Wechselwirkung mit Motivation, Wissen, Werthaltungen und Volition zur Anwendung kommen und sowohl formell als auch informell erworben und weiterentwickelt werden können. Dabei wird ein flexibler Ansatz verfolgt, sodass das Modell kontinuierlich an neue Gegebenheiten angepasst werden kann. 2025 wurde das Modell erstmals überarbeitet, indem Literatur analysiert und eine Stakeholderbefragung durchgeführt wurde.

Links zu weiterführenden Materialien im unteren Teil der Website. Darunter unteranderem eine Handreichung, die Sie bei der Verankerung von Future Skills in den Modulen unterstützen soll, sowie das Kartenspiel “Future Quest” welches dabei hilft Berührungspunkte zu Future Skills abzubauen und sich ihnen spielerisch zu nähern. Außerdem stellen wir Ihnen die Lehr-Lernmethodensammlung, angereichert mit Future Skills und einer praktischen Filterfunktion vor. 

 

Die 12 Future Skills

Digitale & KI-Kompetenzen sind die Kompetenzen, die eine Person befähigen, digitale Medien, KI-Anwendungen und Technologien zu nutzen, zu gestalten und zielführende Anwendungsmöglichkeiten zu erkennen. Dazu gehört auch, den Einfluss der digitalen Medien und Technologien auf die Arbeitswelt und den Alltag zu verstehen und deren Potenziale und Grenzen einzuschätzen. Sie beinhaltet, Informationen kritisch mithilfe digitaler Hilfsmittel auf deren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Innovationskompetenz ist die Kompetenz, kreativ zu denken, um Ideen zu entwickeln und diejenigen Ideen auszuwählen und umzusetzen, die Potenzial für Lösungsstrategien zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen bilden. Sie umfasst die Bereitschaft und die Initiative, etablierte Systeme und Prozesse zu transformieren, Neues zu schaffen und unter Anwendung auch unkonventioneller Methoden und Strategien zu erforschen und zu erproben.

Interkulturelle Kompetenz ist die Kompetenz, mit Personen aus einem anderen kulturellen Hintergrund angemessen zu agieren. Hierzu werden Fähigkeiten zur Wahrnehmung und zur Einschätzung von kulturellen Einflussfaktoren benötigt. Diese befähigen eine Person, die kulturellen Normen der Fremdkultur zu erfassen, zu respektieren, Inkompatibilitäten zu tolerieren und eine gegenseitig akzeptierte Form der Kommunikation und Interaktion zu vereinbaren.

Kommunikationskompetenz ist die Kompetenz, Informationen und Gefühle verbal und non-verbal, digital oder analog, adressatengerecht, verständlich und rhetorisch ansprechend in ggf. anderen Sprachen zu kommunizieren. Sie umfasst die Fähigkeit zur Empathie, zum aktiven Zuhören, zum Lösen auftretender Konflikte, zur Anpassung des eigenen Verhaltens an Kommunikationspartner*innen und die jeweilige Situation sowie sich als Person professionell in Präsenz und in schriftlicher Form darzustellen.

Kooperationskompetenz ist die Kompetenz, mit Einzelpersonen und homogenen sowie heterogenen Gruppen, zusammenzuarbeiten, hierbei Differenzen auszuhalten und beizulegen, Konsens zu schaffen und offen für Kompromisse zu sein. Dies beinhaltet, Teammitglieder zu leiten, Arbeitsprozesse im Team zu planen, durchzuführen und abzuschließen sowie Kontakte zum Aufbau eines persönlichen Netzwerks zu knüpfen.

Kritisches Denken ist die Kompetenz, veränderbare Variablen eines Sachverhalts zu erkennen sowie Chancen und Risiken der Veränderung von Einflussfaktoren abzuwägen. Es umfasst die Fähigkeit, Ideen, Informationen und Prozesse gemäß logischem Aufbau und Wahrheitsgehalt, zum Beispiel anhand wissenschaftlicher oder vergleichbarer hochwertiger Quellen, zu prüfen und zu bewerten.

Lösungskompetenz setzt sich aus mehreren anderen Future Skills zusammen, die eine Person befähigen, komplexe Problemstellungen zu verstehen, zu analysieren und Lösungen zu entwickeln, die je nach Kontext der Problemstellung und Phase des Lösungsprozesses variieren können.

Reflexionskompetenz ist die Kompetenz, das eigene Verhalten, Entscheidungen, Gefühle und Haltungen sowie das Verhalten anderer aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu hinterfragen. Dies erfordert metakognitive Fähigkeiten, wie zum Beispiel aus den eigenen Erfahrungen und dem Feedback anderer Schlüsse für künftiges Verhalten zu ziehen bzw. individuelle Entwicklungsziele abzuleiten und sich selbständig weiterzubilden. Reflexion findet vor, während und nach einem Ereignis statt.

Resilienz ist die Kompetenz, Unsicherheit und widersprüchliche Informationen auszuhalten und konstruktiv damit umzugehen sowie psychische, soziale und körperliche Belastungen als solche zu erkennen und Maßnahmen zum Aufbau von Ressourcen zu ergreifen, die Belastungen reduzieren oder die Regeneration fördern. Sie umfasst die Fähigkeit belastungsindizierte Fehlreaktionen zu vermeiden, um weiterhin zielorientiert und sachlich begründet zu handeln.

(Selbst-)Organisationskompetenz ist die Kompetenz, das eigene Handeln, Prozesse und Aufgaben weitgehend selbstständig zu strukturieren, zu planen, an verändernde Bedingungen anzupassen und zielgerichtet zu agieren. Zum Beispiel selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, Aufgaben zu priorisieren und die daraus resultierenden Folgen zu verantworten und zu reflektieren.

Systemisches Denken ist die Kompetenz, komplexe Sachverhalte und Systeme (zum Beispiel psychologische, soziale, natürliche und technische) in ihre Elemente bzw. Subsysteme zu zerlegen, zu klassifizieren und zwischen ihnen kausale Zusammenhänge und Widersprüche aufzudecken. Sie umfasst die Fähigkeit zur Planung, Umsetzung und Bewertung von Systemen, ihrer Subsysteme und Wechselwirkungen.

Verantwortungskompetenz ist die Kompetenz, in individuellen, gesellschaftlichen, lokalen und globalen Kontexten und gemäß ethischen Grundsätzen zu handeln. Sie umfasst, die Konsequenzen eigener Entscheidungen einzuschätzen und zu tragen sowie aktiv an der Gestaltung ökologisch, ökonomisch und sozial gerechter Zukünfte im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mitzuwirken.

Material & Downloads

Das Future Skills Modell 2.0

Selbstlernkurs: Future Skills in der Lehre implementieren

Handreichung: Future Skills in der Lehre implementieren

Das Kartenspiel zum Selbstausdrucken

Vewendung der Aktionskarten

Lehr-/ Lernmethodensammlung

Publikationen

Zeitschriften- und Tagungsbandbeiträge


Amico, G. & Pulham, S. (2023). Mathe meets Medi(t)ation – ein integratives Lehrkonzept
zur Förderung von Future Skills. In: Tagungsband zum 5. MINT-Symposium.
Verfügbar unter: didaktikzentrum.de/images/cwattachments/mint-symposium-
2023.pdf


Pulham, S., Frei, S., Kneip, F. & Amico, G. (2023). Virtuelles Lernteamcoaching –
Förderung von Future Skills und sozialer Eingebundenheit im Rahmen eines
mathematischen Moduls. In J. Härterich, M. Kallweit, K. Rolka & T. Skill (Hrsg.),
Schriften zur Hochschuldidaktik Mathematik: Bd. 9. Hanse-Kolloquium zur
Hochschuldidaktik der Mathematik 2021 (S. 189–202). WTM-Verlag. ISBN: 978-3-
95987-264-5


Köhler, C., Schwinn, A., Pulham, S., Amico, G. & Walter, C. (2024). Integrierte
Förderung von technologischen Kompetenzen und Future Skills. In: Kreidezeit?!
Kompetenzentwicklung an Hochschulen für das 21. Jahrhundert. DOI:
https://doi.org/10.57997/3h83-hr89


Amico, G., Dammes, K., Frank, S., Haase, S., Wistuba, F. & Zimmermann, C. (2025).
Future Skills in der Hochschule verankern – Eine exemplarische Bestandsaufnahme.
Diskussionspapier im Rahmen der Future Skills Journey des Stifterverbands.
Verfügbar unter: www.stifterverband.org/sites/default/files/2025-
06/future_skills_in_der_hochschule_verankern.pdf 


Amico, G., Stavridis, T. & Pulham, S. (2025). Das Future Skills-Modell Saar –
Entwicklung und Verankerung in Studium und Lehre. Zeitschrift für
Hochschulentwicklung, 20(3), 283–301. https://doi.org/10.21240/zfhe/20-3/13


OER-Beiträge


Amico, G., Walter, C. & Pulham, S. (2024). Future Skills integrativ fördern.
Veröffentlicht auf PatternPool: www.patternpool.de/pattern/future-skills-integrativ-
foerdern-2/

 

Hier finden Sie alle Infos zum vorherigen Versionen des Modells

Das Future-Skills-Modell

Das Future Skills-Modell saar: Facetten und Perspektiven 

Meilensteine & Aktivitäten

... zum Future Skills Modell saar

Seit kurzem ist das Future Skills-Kartenspiel erhältlich, mit dem Sie Future Skills spielerisch in Ihren Lehrveranstaltungen, aber auch überall sonst erleben können.

Als Future Skills werden Kompetenzen bezeichnet, die essenziell sind, um künftige Herausforderungen in der Arbeitswelt und im Alltag zu bewältigen. Durch unser Projekt möchten wir es Studierenden ermöglichen, schon frühzeitig in ihrem Studium mit den Kompetenzen der Gegenwart und Zukunft in Berührung zu kommen. Ob in Gruppenmeetings, in Verhandlungen mit internationalen Kooperationspartnern oder auch bei der systematischen Planung von Projektaufgaben – Future Skills bringen in jedem Bereich einen Mehrwert mit sich. Passend zum Future Skills-Modell Saar liefert das Future Skills Kartenspiel eine Übersicht über die 17 Future Skills und kommt mit 28 kreativen Aktionskarten, die zum Diskutieren, Nachdenken und Reflektieren anregen. Das Spiel ist idealerweise für 3-5 Spielende vorgesehen.


 

Das Kartenspiel bietet zwei Spielvarianten. In der Basisvariante werden Aufgaben an die Spielenden als Gruppe gestellt, die meistens gemeinsam gelöst werden sollen. Die Spielregeln sind leicht anpassbar, sodass die Spielzeit, aber auch die Future Skills und die Aktionskarten, mit denen gespielt wird, vor Spielbeginn selbst festgelegt werden können. Die gezielte Auswahl bestimmter Spielkarten kann auch dann von Vorteil sein, wenn man das Kartenspiel in eine Lehrveranstaltung einbinden möchte.

Möchte man die Spaßkomponente in den Fokus stellen, kann man mit der zweiten Spielvariante Future Skills erraten. Dabei wird eine Future Skills-Karte gezogen und der Skill muss innerhalb von 60 Sekunden gefunden werden, ohne dass dabei die Hashtags auf der Karte oder der Name des Skills genannt werden darf. Das freie Reden und Erklären in einem spielerischen Kontext hilft dabei, dass alle Spielenden aktiviert werden, sich auf eine neue Art kennenlernen und die Bedeutung der Future Skills erfahren. Ob kooperativ oder in Teams gegeneinander, für zwischendurch oder in Ruhe an einem Freitagabend. Es ist für jeden etwas dabei!

Das komplette Kartenspiel können Sie sich auch Online anschauen und selbst ausdrucken!

Hackathon Let´s Talk: Future Skills

– wie fördern wir gemeinsam Future Skills an der Hochschule?

Im Rahmen des Projekts „DIGITAM“ fand am 19.10.2022 der Hackathon „Let´s Talk Future Skills – Wie fördern wir gemeinsam Future Skills an der Hochschule“ in Saarbrücken auf dem Campus Rotenbühl der htw saar statt.
„Mit dem Hackathon „Let’s Talk: Future Skills“ haben wir einen Raum für Kreativität, Austausch auf Augenhöhe und Reflexion geschaffen.“  erklärt Dr. Cvetanka Walter, DIGITAM Projektmitarbeiterin und Hackathon Organisatorin ein Ziel der Veranstaltung.
Einen Tag lang haben sich Studierende, Lehrende und Unternehmensvertreter/innen ausgetauscht, um gemeinsam Vorschläge für die Gestaltung der Lehre an der Hochschule von morgen zu erarbeiten.

Graphic Recording der Challenges ↓
Graphic Recording der Vorträge ↓

Das Veranstaltungsformat

Mit der Umsetzung des Konzepts Hackathon im Kontext der Future Skills hat der Teilbereich Didaktik des Projekts DIGITAM erfolgreich ein innovatives Veranstaltungsformat erprobt mit dem Studierende, Lehrende und Hochschulexterne in die Entwicklung einer zukunftsorientierten Hochschule eingebunden werden können.

Das Format und der Name „Hackathon“ stammen ursprünglich aus dem IT-Bereich und beschreiben einen Zeitraum, in dem Kleingruppen in intensiven Arbeitsphasen Lösungsideen in Form von Programm-Codes „hacken“ und anschließend ihre Lösungsidee im Rahmen eines Wettstreits um die beste Idee präsentieren. Das innovative Konzept der Veranstaltung von DIGITAM liegt jedoch darin, dass das Rahmenkonzept des Hackathons auf das Thema Hochschullehre von morgen übertragen wurde.

Zu dem Konzept der Veranstaltung zählte der aktive Einsatz digitaler Tools, der es den Teilnehmenden ermöglichte sich vor dem Event auf einem Miro Board vorzustellen, während des Hackathons vor Ort ihre Arbeit festzuhalten und die Dokumentation für ihre Pitches (Kurzvorträge) vorzubereiten. Über Mentimeter gaben die Teilnehmenden ihr Feedback zu den vorgestellten Ideen und in Lime Survey evaluierten sie den Hackathon.

DIGITAM wurde für das innovative Veranstaltungskonzept des Hackathons von dem Hochschulforum Digitalisierung & der Fernuniversität Hagen ausgezeichnet, das im Rahmen des Train-the-Trainer-Programms Lernen in Netzwerken entstanden ist. An diesem Weiterbildungsprogramm hatten sich die Projektmitarbeiterin von DIGITAM Dr. Cvetanka Walter zusammen mit Sebastian Frei (MIND-Kompetenzzentrum) erfolgreich beworben und teilgenommen.

Die Impulsvorträge

Zur Einstimmung der Teilnehmenden in das Thema Future Skills haben Sabrina von Nessen und Prof. Dr. Tobias Seidl jeweils einen Impulsvortrag gehalten, bevor die Teilnehmenden in die Gruppenarbeit gestartet sind.

 

Der Impulsvortrag von Sabrina von Nessen zum Thema „High Performance und Menschlichkeit im digitalen Zeitalter“ zeigte, dass der Mensch in einer zunehmend digitalisierten Welt nicht überflüssig wird, sich seine Rolle aber ändert.

In Ihrem Vortrag betonte Sie, dass der Mensch nicht vollständig durch die Maschine ersetzt werden kann, jedoch sowohl Mensch als auch Maschine ihre Stärken haben.

Diese Stärken zu identifizieren und zu fördern ist ein Ansatz, wie Menschlichkeit & High Performance im digitalen Zeitalter gelingen kann.

 
Prof. Dr. Tobias Seidl von der Hochschule der Medien Stuttgart betonte in seinem Impulsvortrag, dass es wichtig ist Schritte zu unternehmen Lehre und Lernen so zu organisieren, dass Future Skills an der Hochschule wirksam entwickelt werden können.

Im Impulsvortag wurde deutlich, dass sich die Hochschulen im Wandel befinden und sie vor neuen Herausforderungen stehen. Diese betreffen die Inhalte der Curricula, die Hochschule als Organisationsform, aber auch die Rolle der Lehrenden im Zusammenhang der Prüfungs- und Lehr-, Lernformate.

Future Skills können als Kernkompetenz verstanden jedoch gilt es entsprechende Räume und Gelegenheiten zu schaffen diese in und außerhalb der Hochschule erwerben und fördern zu können.

 

Gruppenarbeitsphase & erste Ergebnisse

Nach den Vorträgen haben sich die Teilnehmenden in insgesamt fünf heterogene Kleingruppen aufgeteilt in denen sie bis zum frühen Nachmittag intensiv an Ideen und Lösungsvorschlägen zu den gestellten Challenges gearbeitet haben. Das Projektteam von DIGITAM stellte hierfür vier Challenges vor, aus denen die Teilnehmenden frei wählen konnten:

  1. Future Skills Nachweis: Wie kann man den Erwerb von Future Skills sichtbar machen?
  2. Implementierung von Future Skills in die Lehre: Wie kann der Erwerb von Future Skills in die Lehre der htw saar implementiert werden?
  3. Future Skills Modell an der htw saar: Wie könnte das Future Skills Modell der htw saar visuell dargestellt werden?
  4. Rollen der Lehrenden bei der Implementierung von Future Skills an der Hochschule: Welche Rollen können Lehrende bei der Vermittlung von Future Skills an der htw saar einnehmen?


Challenge 1
Ausgehend von der Frage, wie die erworbenen Future Skills sichtbar gemacht werden können, stellte sich der Arbeitsgruppe aus den Teilnehmenden die Frage: Welche Inhalte sind für die Personen wichtig, die mit dem Future Skills Nachweis in Kontakt kommen? Studierende möchten mit dem Future Skills Nachweis z.B. ihre/seine Stärken in überfachlichen Kompetenzen sichtbar machen. Eine Lehrperson hingegen möchte über den Nachweis vielleicht den Lernfortschritt dokumentieren und bewerten.



Die Gruppe erarbeitete, dass der Future Skills Nachweis tendenziell keine Noten beinhalten sollte, sondern sich vermehrt auf formatives Feedback beziehen müsse.

Zur Darstellung und Umsetzung des Nachweises legte die Gruppe gleich zwei Vorschläge vor, die möglicherweise miteinander kombiniert werden könnten. Zum einen konnte sich die Gruppe vorstellen, dass die erworbenen Future Skills in Form eines Spinnennetzdiagramms dargestellt werden könnten dessen Werte sich z.B. aus erfolgreich absolvierten Lernangeboten zusammensetzen in denen ein oder mehrere Future Skills erworben und angewendet werden konnten. Die zweite Darstellungsvariante stellt ein Wurzeldiagramm dar, wobei an der Spitze der jeweilige Future Skill abgetragen wird und in den sich darunter abzweigenden Wurzeln der Kontext in dem der Skill erworben bzw. angewendet wurde, z.B. in Form eines bestimmten Projekts, einer Veranstaltung oder einer Tätigkeit.

Challenge 2
In Challenge zwei haben die Arbeitsgruppen Ideen gesammelt, wie der Erwerb und die Förderung von Future Skills an der Hochschule gelingen kann und welche Veränderungen hierfür eventuell nötig werden. Die Gruppen haben hierzu Überlegungen zur Gestaltung von Lehr-, Lernformaten, von Bewertungsformaten, von Lernräumen und Überlegungen zur Rollenbeschreibung der beteiligten Personen gesammelt.



Die Gruppe machte deutlich, dass Veranstaltungsformate zur Förderung von Future Skills Diskussion ermöglichen müssen und die Lehrperson vermehrt als Coach und Diskussionspartner agieren sollte. Zugleich wird an die Studierenden die Anforderung gestellt sich um die persönliche Entwicklung im Sinne einer intrinsischen Motivation zu bemühen. An die Hochschule als Institution wird die Anforderung gestellt Gelegenheiten zum Erwerb von Future Skills zu schaffen, indem fächerübergreifend und in Zusammenarbeit mit Unternehmen praxisbezogenen Angebote geschaffen werden. Neben klassischen Bewertungsformaten wird formatives Feedback benötigt, um den individuellen Lernfortschritt zu ermöglichen und zu beobachten.

Challenge 3
Bei der Bearbeitung der Challenge drei sind die Teilnehmenden kreativ geworden und haben Ideen gesammelt und ausgearbeitet, wie die Future Skills der htw saar grafisch dargestellt werden könnten. Interessanter Weise hat sich die Gruppe, ähnlich wie bereits Gruppe 1 (siehe Challenge 1) für ein Spinnennetzdiagramm entschieden aus dem der Lernfortschritt einer Person bezüglich der verschiedenen Future Skills erkennbar werden. Die Gruppe unterteilte die insgesamt 17 Future Skills zudem in vier Kategorien ein. Ob die einzelnen Future Skills in diesem Sinne kategorisierbar sind, beziehungsweise wie die Skills miteinander vernetzt sind wurde im Anschluss des Kurvortrages im Plenum diskutiert und ist auch zum aktuellen Zeitpunkt noch ein offener Punkt.



Challenge 4
Welche Rollen können oder müssen Lehrende annehmen, damit Future Skills an der Hochschule gefördert und implementiert werden können? Mit dieser Frage hat sich die Gruppe in Challenge vier beschäftigt.



Mit einem Rollenverständnis gehen auch zugleich gewisse Erwartungshaltungen einher. Dies Erwartungen müssen Studierenden und Lehrenden gleichermaßen kommuniziert werden. Zur Förderung von Future Skills erarbeitete die Gruppe zum Beispiel, dass Lehrende und Studierende Offen für Neues sein müssen, bzw. diese Offenheit zunächst geschaffen werden muss.

Aus den Erwartungen lassen sich Aufgaben ableiten die zur Erreichung des Ziels erfüllt werden müssen. Die Lehrenden und das Hochschulsystem muss es den Studierenden ermöglichen ausreichend Raum und Zeit zu schaffen, damit sich Studierenden neben den Pflichtkursen der Persönlichkeitsentwicklung widmen können. Neben fachlichen Inhalten sollen auch Werte und Haltungen im Studium entwickelt und geprägt werden.

Damit diese Aufgaben und Erwartungen erfüllt werden können benötigen Lehrende Unterstützung von der Hochschule. Mögliche Unterstützungsformate können aus der Peergruppe, aus der Hochschuldidaktik, oder aus externen Quellen stammen. Auch die Anerkennung für innovative Lernformate und die Zeit und die Ressourcen Lehrveranstaltungen zu überarbeiten sind wichtige Punkte der Unterstützung.

Fazit & Ausblick

Die hauptverantwortlichen Organisatorinnen und Organisatoren des Hackathons sind mit dem Ablauf des Hackthons und der aktiven Teilnahme der Gäste begeistert und stolz auf die Auszeichnung des Hackathons für sein innovatives Konzept durch das Hochschulforum Digitalisierung und der Fernuniversität Hagen.

„Wir haben unglaublich tolle Ideen und Lösungsvorschläge zu den von uns gestellten Challenges gehört die wir nun in unser Projekt einfließen lassen möchten. Doch schon jetzt kann ich sagen, dass der Austausch mit den Studierenden, den Wirtschaftsvertreter/innen und den Mitarbeitenden der htw saar einen immensen Wert für meine Arbeit bei DIGITAM darstellt.“ (Gianluca Amico, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei DIGITAM).

In den nächsten Wochen werden wir uns vertieft mit den Ergebnissen der Gruppenarbeitsphase auseinandersetzen die auf dem Miro Board des Hackathons gesammelt worden sind. Anschließend werden wir unsere Erfahrungen und Ideen mit den Vorschlägen und dem Input des Hackathons abgleichen.
Weitere Ergebnisse unserer Projektmaßnahmen werden wir zum gegebenen Zeitpunkt hier auf unserer Projektwebsite veröffentlichen.

Was im Job zählt: Problemlösungskompetenz und Resilienz

Abstrakt„Problemlösungskompetenz“, „Resilienz“ und „Teamfähigkeit“ wurden als die wichtigsten Kompetenzen der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt eingeschätzt. Gleichzeitig wurde angegeben, dass „Lernkompetenz“, „Teamfähigkeit“ und „Kommunikationskompetenz“ die Kompetenzen sind, die aktuell am besten vorhanden sind. „Data Science und KI“, „Unternehmerisches und proaktives Denken“ und „Leadershipkompetenz“ hingegen wurden als am wenigsten vorhanden eingeschätzt.

Die Ergebnisse der im Zeitraum von April bis Mai durchgeführten Online Umfrage zu Future Skills zeigen, dass insbesondere Kompetenzen für den zwischenmenschlichen Umgang, die Zusammenarbeit und die persönliche Entwicklung im Kontext einer sich schnell verändernden und zunehmend digitalisierten Welt an Wichtigkeit gewinnen. Ein großer Teil der als besonders wichtig eingeschätzten Kompetenzen können nach Betrachtung des eingeschätzten Kompetenzstandes bereits in den aktuell geschaffenen Lernangeboten des Studiums erworben werden.

Ziel und Beschreibung der UmfrageZur Identifizierung der Future Skills der Studierenden hat die Arbeitsgruppe „Didaktik und Förderung von Future Skills“ des Projekts DIGITAM eine Online-Umfrage durchgeführt. In der Umfrage haben 100 Studierende, 41 Lehrende und 16 Unternehmensvertreter*innen 22 Kompetenzen und Fähigkeiten nach ihrer Wichtigkeit eingeschätzt. Hierfür wurden die Teilnehmenden der Studie je nach zugehöriger Personengruppe darum gebeten einzuschätzen, wie wichtig verschiedene Kompetenzen für das Unternehmen (Unternehmen), oder den angestrebten Beruf des Studierenden (Studierende), oder für die Studierenden der htw saar (Lehrende und Beschäftigte) sind. Die Antworten auf diese Frage werden als Wichtigkeit zusammengefasst. Zudem haben die jeweiligen Personengruppen eingeschätzt, wie gut Hochschulabsolventen im Job die genannten Kompetenzen beherrschen (Unternehmen), oder wie gut die Kompetenzen in der Lehre erworben werden können (Lehrende und Beschäftigte), oder wie gut die Kompetenzen während des Studiums erworben werden können (Studierende). Die Antworten auf diese Frage werden als Kompetenzstand zusammengefasst.

Erste ErgebnisseDie hier präsentierten Ergebnisse stellen eine Zusammenfassung der Antworten aller Umfrageteilnehmenden als Mittelwerte dar (Abbildung 1). Die Kompetenzen sind hierbei in absteigender Wichtigkeit sortiert. Die blauen Balken geben die Wichtigkeit wieder, während der Kompetenzstand als orangener Balken dargestellt wird (Beispiel „Problemlösungskompetenz“ mit einer Wichtigkeit von 1,2 und einem Kompetenzstand von 2,5).

Die Wichtigkeit wurde über alle gelisteten Kompetenzen im Mittel als wichtig (M = 1,18) bis eher wichtig (M = 2,28) eingeschätzt. Als die drei wichtigsten Kompetenzen wurden „Problemlösungskompetenz“, „Resilienz“ und „Teamfähigkeit“ eingeschätzt. Als die drei am wenigsten wichtigen Kompetenzen wurden „Data Science & KI“, „Unternehmerisches und Proaktives Denken“ und „Selbstvermarktung und -präsentation“ eingeschätzt.

Der Kompetenzstand wurde über alle Kompetenzen zwischen gut (M = 1,97) und ausreichend (M = 3,64) eingeschätzt. Die drei Kompetenzen, die als am besten vorhanden eingeschätzt wurden, sind „Lernkompetenz“, „Teamfähigkeit“ und „Kommunikationskompetenz“. Die drei Kompetenzen, die als am wenigsten vorhanden eingeschätzt wurden sind „Data Science und KI“, „Unternehmerisches und proaktives Denken“ und „Leadershipkompetenz“.



Abbildung 1.Einschätzung der Wichtigkeit und des KompetenzstandesAnmerkung: Wichtigkeit wurde auf einer Skala von (1 = „wichtig“ bis 4 = „unwichtig“) eingeschätzt, währenddessen der Kompetenzstand auf einer Skala von (1 = „sehr gut“ bis 6 = „ungenügend“). Eine direkte Vergleichbarkeit der Balkenlänge über die beiden Skalen hinweg ist daher nicht zulässig. Je kürzer die Balken desto höher die Wichtigkeit (Blau) bzw. die Kompetenz (Orange). Insgesamt ist zu erkennen, dass viele der als am wichtigsten eingeschätzten Kompetenzen auch zugleich mit einem höheren Kompetenzstand bewertet wurden als Kompetenzen, deren Wichtigkeit als niedriger eingeschätzt wurde (siehe zum Beispiel „Teamfähigkeit“, „Kommunikationsfähigkeit“, „Lernkompetenz“ oder „Problemlösungskompetenz“). Hieraus lässt sich schließen, dass viele der als besonders wichtig eingeschätzten Kompetenzen auch bereits in Studium und Lehre erworben werden können. Allerdings zeigt das Beispiel der „Resilienz“, dass noch nicht allen Kompetenzen Beachtung entsprechend ihrer Wichtigkeit geschenkt wird. Obwohl „Resilienz“ als zweitwichtigste Kompetenz eingeschätzt wurde, so wurde der Kompetenzstand nur mit befriedigend (M = 3,1) bewertet.Zu beobachten ist ebenfalls, dass die Kompetenzen der persönlichen Entwicklung (z.B. Resilienz, Lernkompetenz, Reflexionskompetenz, Empathie, Selbstwirksamkeit) vorwiegend im ersten bis zweiten Drittel zu finden sind und somit im Vergleich zu den anderen Kompetenzen einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Hieraus kann abgeleitet werden, dass der Mensch der zunehmend digitalisierten und sich schnell verändernden Welt bereit sein muss sich an neue Gegebenheiten anzupassen (Lernkompetenz), sich selbst und seinen Umgang mit seinen Mitmenschen zu reflektieren (Reflexionskompetenz, Empathie) und Stress und zunehmende Unsicherheiten auszuhalten und zu bewältigen (Resilienz).

FazitDie Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass insbesondere Kompetenzen für den zwischenmenschlichen Umgang, die Zusammenarbeit und die persönliche Entwicklung im Kontext einer sich schnell verändernden und zunehmend digitalisierten Welt wichtig sind und immer wichtiger werden. Einige der besonders geforderten Kompetenzen (z. B. Lernkompetenz, Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Problemlösungskompetenz) können bereits im Studium an der htw saar erworben werden, für andere, ganz aktuell wichtig gewordene Kompetenzen (z.B. Resilienz), müssen passende Angebote geschaffen werden.

AusblickAls weitere Schritte wertet unser Team aktuell die Antworten der offenen Fragen aus und beschäftigt sich mit der Erstellung einer Liste an Future Skills, die sich aus dem Stand der Literatur und den Antworten dieser Umfrage bilden lässt. Detaillierte Ergebnisse der Umfrage folgen in Publikationen im Rahmen des Projekt DIGITAMs.

Bericht des DIGITAM-Teilbereichs Didaktik und Förderung von Future SkillsDr. C. Walter, Dr. G. Amico & Prof. Dr. S. Pulham

... in der Öffentlichkeitsarbeit

Am 2. Februar 2023 leitete Dr. Cvetanka Walter als Referentin bei der Teacher Training Week zum Thema „Gamification“ im Rahmen des vom Erasmus+ geförderten Projekts e-close den Workshop „Transform the Classroom“.

Zusammen mit Universitätskollegen aus Polen, Spanien, Portugal und Deutschland wurde in den Räumlichkeiten vom co:hub66, Saarbrücken in englischer Sprache diskutiert, warum und wie wir  Lehre verändern können, um Studierende beim Erwerb von Future Skills zu unterstützen und besser für die Zukunft vorzubereiten.

Zunächst haben sich die Teilnehmenden die Frage gestellt, welche Zukunftsfähigkeiten wir alle im Jahr 2023, das von der EU als europäisches Jahr der Kompetenzen ernannt ist, stärken möchten.


Folgenden Top-Fähigkeiten wurden am häufigsten genannt:

  • Kritisches Denken
  • Achtsamkeit
  • Digitale Kompetenz und Ethik.

Als nächstes überlegten die Lehrenden, welche Gamification-Design-Elemente helfen können, die Lehre zu modernisieren und zu erfrischen, sowie welche Vorteile diese für Studierenden haben könnten.



Das Highlight des Workshops war die Aktivität "Erkunden - Vergleichen - Teilen" mit dem Set der Learning Design Karten, zur Verfügung gestellt von Johannes Starke von tts.


Der Austausch von Erfahrungen und Ideen in kleinen Gruppen zeigte, dass die folgenden Learning Design Formate als besonders wertvoll im Hochschulkontext der Teilnehmenden empfohlen wurden:

  • Virtuelles Klassenzimmer
  • Projektorientiertes Lernen
  • Hackathon
  • Coaching
  • Lernen durch Lehren.

Das Lernen von und miteinander war besonders inspirierend und es wurden neue Kooperationen zwischen den Teilnehmenden angeregt.

DIGITAM kann auch Pecha-kucha

Am 21. und 22. September 2023 nahm Prof. Susan Pulham vom Projekt DIGITAM am 5. MINT-Symposium an der Technischen Hochschule Nürnberg teil. Ziel des Symposiums war der Austausch von Lehrenden und die Weiterentwicklung der Lehre in den MINT-Fächern. Von den 170 Teilnehmenden wurden über 80 Beiträge in den Formaten Workshop, Poster und Pecha-Kucha-Vortrag präsentiert.

Pecha-Kucha bedeutet genau 15 Folien und genau 20 Sekunden Präsentationszeit pro Folie, denn die Folien werden automatisch weitergeschaltet. Prof. S. Pulham hatte daher knappe 5 Minuten, um darzulegen, wie Future Skills integrativ in einem Mathematik Modul gefördert werden können. Aber in genau dieser Kürze liegt auch das Besondere des Formats, denn es zwingt den/die Vortragende sich präzise und fokussiert auszudrücken. In den anschließend stattfindenden Diskussionen an den verschiedenen Tischgruppen konnte die Vortragenden wieder etwas durchatmen, denn für den Austausch und die Diskussion wurde ausgiebig Zeit eingeplant.

Unseren Beitrag finden sie veröffentlicht im aktuellen Tagungsband des MINT-Symposiums 2023: https://mint-symposium.de/tagungsband/

DIGITAM auch bei der TURN-Conference 2023 wieder dabei!

Am 13.-15. September fand die TURN-Conference unter dem Slogan „Prototyp Zukunft“ in Köln statt. Wie kann Lehre auf die Zukunft vorbereiten? Wie sieht die Lehre der Zukunft aus? Auf welche Themen, Forschungen und Projekte sollte sich Lehre ausrichten? Diesen Fragen widmeten sich die zahlreichen Teilnehmenden der Tagung in den innovativen und exploratorischen Konzepten der Sessions.

Dieses Jahr wurde das Projekt DIGITAM auf der Tagung mit dem Vortrag „Mathe Meets Medi(t)ation“ von Prof. Susan Pulham und Dr. Gianluca Amico vertreten.

„Mich erinnerte das Format an eine Kombination aus Vortrag und Posterwalk, die das Präsentieren und Weitergeben von Erkenntnissen aus dem Projekt, sowie den ausgiebigen Fachaustausch miteinander vereinen konnte“ (Dr. Gianluca Amico)

So erlebten wir spannende Diskussionen, für die im Format „Entwurfsmuster“ besonders viel Zeit eingeräumt wurde.

Unsere Beitragsfolien und weitere öffentliche Materialien zum Beitrag erhalten Sie im Upload der Tagung unter: Turn/Teilnehmerbeiträge/MatheMeetsMedi(t)ation

DIGITAM Projekt beim University Future Festival 2023

Beim diesjährigen University Future Festival 2023 unter dem Motto “Heads Up!” war das Projekt DIGITAM am 27. April mit einem sogenannten Lightning Talk vertreten.

 

Unter dem Titel "Ideas Out Loud - Kennenlernen partizipativer Veranstaltungsformate" wurden vier Good-Practice-Projekte vorgestellt, die das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) gemeinsam mit der FernUniversität in Hagen im Rahmen des Train-the-Trainer-Programms "Lernen in Netzwerken" 2022 bei der Konzeption der jeweiligen partizipativen Veranstaltungen an ihren Hochschulen beraten und begleitet hat. So sind seit 2022 an mehreren deutschen Hochschulen Werkstätten, Makerspaces, Lerngemeinschaften, kollegiale Beratungsformate oder Hackathons entstanden.

In dieser gemeinsamen Session stellten die Teilnehmer:innen des Train-the-Trainer-Programms ihre Veranstaltungsformate in Form von fünfminütigen Lightning Talks vor:

  • Lightning Talk 1: Explore2Teach: Praxiswerkstatt für hybride Lehre - konzipieren - ausprobieren (Olga Zenyukova und Denise Malorny, Uni Halle)
  • Lightning Talk 2: Future Skills Hackathon (Dr. Cvetanka Walter, htw saar)
  • Lightning Talk 3: Makerspace: Test and Share Your Hybrid Setting (Sebastian Utermann, Uni Göttingen)
  • Lightning Talk 4: Makerspace-Reihe von HDnoSpam@noSpamDHnoSpam.nrw: Einsatz digitaler Tools didaktisch planen und technisch erproben (Lea Segel, Hans Peter Ludescher und Theresa Frohn, DH NRW)

Dr. Cvetanka Walter berichtete über den Hackathon "Let's Talk Future Skills" und stellte das Design und die Erfolgsbedingungen vor.

Hier geht es zur Videoaufzeichnung des UFF: https://www.youtube.com/watch?v=cSVTHTy_048

Das Template des Miro Boards, welches für den Hackathon entwickelt wurde, kann hier aufgerufen werden: Project DIGITAM #htwsaar's Hackathon template | Miroverse.



Beim Curriculum-Barcamp “Studiengänge für die digitale Welt” am 19. Januar 2023 standen die Teilnehmenden und ihre Themen im Mittelpunkt. In 22 Sessions betrachteten 45 Session Geber:innen unterschiedliche Aspekte der Curriculum-Gestaltung in 5 Thementracks.

Das DIGITAM Projekt wurde von Dr. Cvetanka Walter und Sebastian Frei vertreten. Die Session „Wie fördern wir mit einem Hackathon als innovatives Format den Erwerb von Future Skills an der Hochschule?“ trug zum Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Lehrenden aus dem deutschsprachigen Hochschulraum bei.

Wir haben aus der DIGITAM Erfahrung mit dem Hackathon „Let’s Talk: Future Skills“ berichtet, wie und warum sich das Format Hackathon für die Entwicklung der Hochschule eignet (Siehe Bilder unten).

Am Nachmittag in der Diskussionsrunde „Curriculum Next Steps“ durften wir unsere Session nochmal kurz vorstellen und am virtuellen Tisch „Prozess der Curriculumentwicklung“ unsere Ideen zu dem Thema einbringen.

  



Einleitung

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und einer Arbeitswelt, die an Komplexität und Unsicherheiten gewinnt, wandelt sich auch die Hochschullehre.

Aber wie kann der Erwerb von Future Skills in innovativen digitalen Lehrformaten und dem Curriculum an der Hochschule gelingen?

Hauptteil

Ziel
Das Projekt „DIGITAM“ der htw saar hat das Ziel die Entwicklung der Kompetenzen zu fördern, die kennzeichnend für die digitale Welt von morgen sind.

Future Skills Modell htw saar

Zur Erreichung dieses Ziels wird das Future Skills Modell der htw saar entwickelt, das den Begriff Future Skills für die Hochschule definiert und die Future Skills der Studierenden der htw saar identifiziert (Siehe Poster, zentrales Zahnrad).

Der aktuelle Entwurf beschreibt Future Skills als „überfachliche Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Menschen befähigen, Herausforderungen in der aktuellen und künftigen (digitalen) Arbeitswelt und im Alltag zu begegnen. Sie werden im Zusammenspiel mit Motivation, Wissen, Werthaltungen und Volitionen in Handlungen sichtbar und können erworben und entwickelt werden. Der Erwerb kann dezentral, selbstgesteuert und kollaborativ erfolgen und geschieht in formellen und informellen Kontexten.“

Eine Umfrage der Stakeholder hat einen entscheidenden Beitrag zur Identifizierung der Future Skills geleistet (siehe Poster oben links). Das Modell umfasst derzeit 17 Future Skills inklusive deren Definitionen. Im weiteren Verlauf des Projekts werden beobachtbare Merkmale, die in Lehr-/Lernveranstaltungen gefördert werden können, herausgearbeitet.

Partizipation der Stakeholder

Die Entwicklung des Future Skills Modells sowie die Entwicklung und Erprobung von Lehr-, Lern- und Prüfungsformen sind iterative Prozesse, die durch die Partizipation von Studierenden und Lehrenden der htw saar und Vertreter/innen der Wirtschaft begleitet werden (Siehe Poster oben rechts).

Zu den Maßnahmen zur Förderung der Partizipation zählt der Aufbau einer interdisziplinären Expertengruppe, die sich aus den Stakeholdern zusammensetzt. In einer Auftaktveranstaltung gaben diese Personen ihre Zustimmung im engen Austausch mit den Projektmitarbeitern zu bleiben.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie Stakeholder in das Projekt eingebunden werden können, bietet das Format des Hackathons. Dieser beschreibt hier ein eintägiges Event, an dem die Stakeholder in Arbeitsgruppen Lösungsvorschläge für Fragestellungen zu den Themen Förderung, Entwicklung und Implementierung von Future Skills entwickeln. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden in Pitches präsentiert, diskutiert und von den Teilnehmenden bewertet.

Beispiele von Maßnahmen zur Förderung & Implementierung von Future Skills

Modellfabrik (siehe Poster links) Es wird ein digitaler Zwilling der Modellfabrik sowie smarte Arbeitsplätze eingerichtet, die in Lehr-/Lern- und Prüfungsszenarien angewendet werden können.

Real- und Echtzeitdatenbank (siehe Poster rechts) Es wird eine Datenbank erstellt, die in Lehrveranstaltungen verwendet werden kann und die Daten aus Simulationsumgebungen, Fahrzeugen und der Modellfabrik aggregiert.

Moduldatenbank (siehe Poster unten) Die Moduldatenbank der htw saar wird erweitert, sodass Future Skills in den Curricula dokumentiert werden und ein Kompetenznachweis an Studierende vergeben werden kann.

Fazit/Schluss

Fördern und erweitern Sie die Future Skills Ihrer Studierenden, die für die digitale Welt von morgen benötigt werden!

Das Didaktik Team von DIGITAM wird im weiteren Verlauf des Projekts das Future Skills Modell der htw saar weiter ausarbeiten und insbesondere konkrete Fördermöglichkeiten von Future Skills in der Hochschullehre erproben und mit Ihnen teilen.

... an der htw saar

Interaktiver Workshop „Lernräume neu denken“

Auf Einladung von Prof. Hartnack (Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen) führten Dr. Cvetanka Walter und Dr. Gianluca Amico einen inspirierenden Workshop mit Studierenden aus dem Masterstudiengang Architektur an der htw saar durch. Am 3. Juli 2023 unterstützten wir die Studierenden bei der Projektarbeit zur zukunftsorientierten Umgestaltung einer Hochschulaula und eines Mehrzweckraums an einer Schule.

Der Workshop begann mit einer Präsentation, in der das Future Skills Modell der htw saar und dessen 17 Future Skills erläutert und vorgestellt wurden. Durch den Einsatz eines Future Skills-Spielkartensets („Future Skills entdecken – Das Kartenspiel“ von DIRK Dual, Karlsruhe) konnten die Studierenden danach in zwei interaktiven Spielen ihre Kenntnisse zu Future Skills vertiefen.

Nach der Pause pitchten die Studierenden ihre Projekt-Entwürfe und wir befassten uns gemeinsam mit der Frage „Welches Bild haben wir heute vom Lernen und wie sieht Lernen in der Zukunft möglicherweise aus?“.

Es wurde diskutiert, wie man von lehrendenzentrierten Konzepten zu lernendenzentrierten Konzepten und holistischen Ansätzen übergehen kann, die die Lernenden verstärkt ins Handeln bringen und somit geeigneter für den Erwerb von Future Skills sind.

Die Studierende erhielten die Aufgabe, anhand von Lerndesignkarten die Anforderungen ausgewählter Lernformate an den Lernraum zu analysieren und zu untersuchen, welche Future Skills durch diese Lernformate entwickelt werden können. Die Ergebnisse ihrer Analyse wurden in Wortwolken dargestellt:

Diese Übung förderte das Verständnis für die Verbindung zwischen Lernformaten, Lernraumgestaltung und der Entwicklung zukunftsfähiger Kompetenzen. Die Workshop-Teilnehmenden wurden ermutigt, neue Perspektiven zu entdecken und die Potenziale der Lernraumgestaltung auszuschöpfen, damit zukunftsorientierte Lehre ermöglicht wird.

Die Studierenden zeigten sich sehr motiviert, die neu gewonnenen Erkenntnisse in ihre eigenen Projektentwürfe einzubringen und weiterzuentwickeln.

Der Workshop war ein voller Erfolg und verdeutlichte die Bedeutung eines ganzheitlichen und zukunftsorientierten Ansatzes bei der Gestaltung von Lernräumen und des integrativen Trainierens von Future Skills. Dies spiegelte sich in der Evaluation des Workshops wider, indem die Nützlichkeit des Workshops von den Studierenden mit 4,9 von 5 Punkten und das Format des Workshops mit 5 von 5 Punkten bewertet wurde.

Future Skills Modell der htw saar

Erfolgreiches Präsentations-Bootcamp für die IPS Studierende an der htw saar

Am 22. Mai 2023 veranstalteten Dr. Gianluca Amico und Dr. Cvetanka Walter ein eintägiges Präsentations-Bootcamp für Studierende des International Project Semester (IPS). Das Ziel des Bootcamps war es, die Präsentations-, Feedback- und Reflexionsfähigkeiten der internationalen Studierenden zu verbessern. Die Veranstaltung folgte fünf Prinzipien, um ein effektives Lernumfeld zu schaffen.

Zunächst wurde ein gemeinsamer Zweck definiert, um Zusammenarbeit und Motivation zu fördern. Klar formulierte Ziele und Erwartungen wurden den Teilnehmenden in einer vorab versendeten Onboarding E-Mail mitgeteilt. Das Bootcamp bot den Studierenden die Möglichkeit, ihre verbalen und non-verbalen Präsentationsfähigkeiten zu trainieren und ihre Gruppenpräsentationen zu verbessern, die sie eine Woche später im Rahmen ihres Studiengangs halten sollten.

Daneben stand die Förderung der Interaktion im Fokus. Aktive Einbindung und Diskussionen wurden ermöglicht, indem die Studierenden an einem Rollenspiel teilnahmen. Hier verkörperten sie im Wechsel entweder Mitglieder eines Innovationsteams, die ihr Projekt präsentieren, oder sie schlüpften in die Rolle von Mitgliedern eines Management Boards, die als Zuhörende fungierten. Diese gaben schriftliches und mündliches Feedback auf einem Miro-Board, das von den Organisatoren des Bootcamps vorbereitet wurde. Die Feedback-Kriterien wurden gemeinsam mit den Studierenden festgelegt.

Abb.: Ausschnitt aus dem Miroboard, auf dem das gesammelte Feedback zur Präsentation gesammelt und für die Weiterentwicklung der Präsentation sortiert geordnet werden kann.

Reflexion spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, aus ihren Erfahrungen zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Sie haben das erhaltene Feedback in kleinen Gruppen analysiert und konkrete Schritte zur Verbesserung ihrer Präsentationen identifiziert und abgesprochen. Dabei wurde großen Wert daraufgelegt, den Kompetenzentwicklungsprozess der Studierenden zu personalisieren. Die Workshopgeber boten jeder Gruppe individuelle Unterstützung an, um das erhaltene Feedback zu verarbeiten, klare Ziele zu setzen und die besten Entscheidungen für die persönliche Entwicklung zu treffen.

Das Präsentations-Bootcamp war ein großer Erfolg und bot den Studierenden eine wertvolle Gelegenheit zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten. Durch die Umsetzung der genannten Prinzipien wurde eine unterstützende Lerngemeinschaft geschaffen, in der kooperatives Lernen und persönliches Wachstum gefördert wurden. Dies spiegelte sich ebenfalls in den Antworten der Studierenden innerhalb der Lehrevaluation wider. Die Studierenden gaben mit 4,8 von 5 Punkten an, dass Sie den Workshop weiterempfehlen würden und der Workshop das IPS-Programm bereichert.

Am 22. März 2023 moderierten Dr. Cvetanka Walter und Dr. Gianluca Amico aus dem Projekt DIGITAM den Workshop „Peer-Feedback: Ein starkes Tool zur Förderung von Future Skills“ im Rahmenprogramm der internen Qualifikation (iQ) der htw saar. Im Workshop erfuhren die Teilnehmenden, wie sie ausgewählte Future Skills mit der Methode des Peer-Feedbacks trainieren können.

Als Einstieg lernten die Teilnehmenden das Future Skills Modell der htw saar kennen, das im Projekt DIGITAM erarbeitet wurde. Anschließend wurden die drei Formen des Feedbacks vorgestellt, die in der Lehre Anwendung finden (siehe Müller, 2019):

  1. Feed-Forward = Standards, Ziele und Kriterien vor Lernbeginn
  2. Feed-Within = Formatives Assessment als prozessbegleitende Information
  3. Feedback = Summatives Assessment als Rückmeldung über ein Endergebnis

Am Beispiel des Online Tools PeerScholar wurde der organisatorische Prozess, die Rolle der Lehrenden, sowie Vorteile und Herausforderungen der Peer-Feedback Methode vorgestellt und diskutiert.



Im Hauptteil des Workshops wechselten die Teilnehmenden zwischen den Rollen der Lehrenden und der Lernenden und spielten mit der nachfolgenden Check-Liste den Prozess des Peer-Feedbacks durch (siehe Uni Graz, 2020):

  • Peer-Feedback als Methode vorstellen und Akzeptanz schaffen
  • Feedbackregeln festlegen
  • Aufgabe formulieren
  • Beobachtungskriterien erarbeiten
  • Peers zuteilen
  • Aufgabe bearbeiten und Feedback verfassen
  • Mit dem erhaltenen Feedback arbeiten

In einer abschließenden offenen Diskussion fassten die Teilnehmenden zusammen, welche Future Skills durch Peer-Feedback entwickelt werden können. Hierbei stellten die Teilnehmenden fest, dass das Reflektieren über Lernprozesse, das Erhalten und das Formulieren von Feedback, wichtige Skills fördern kann.



Welche Future Skills können mit Peer-Feedback entwickelt werden?

  • Kritisches Denken
  • Kommunikationskompetenz
  • Reflexionskompetenz
  • Fremdsprachenkompetenz

Literatur:
• Müller, A. (2019). Forschung zu Feedback. Ruhr Universität Bochum. https://dbs-lin.ruhr-uni-bochum.de/lehreladen/planung-durchfuehrung-kompetenzorientierter-lehre/theoretische-grundlagen/forschung-zu-feedback/?pdf=2535 
• Uni Graz (2020). Peer-Feedback: Studierende beurteilen sich gegenseitig. https://static.uni-graz.at/fileadmin/digitales-lehren-und-lernen/Dokumente/Peer-Feedback.pdf

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