
Ingenieure auch im Saarland Mangelware?
VDI unterstützt die Hochschulen
17. Februar 1999
Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Ingenieure Saar (VDI), Dr.Jürgen Althoff, übergab am Mittwoch, 17. Februar 1999, an dieVereinigung der Freunde der Hochschule für Technik und Wirtschaft desSaarlandes (HTW) einen Scheck in Höhe von 3000.-DM, den der Vorsitzendeder Vereinigung, Ehrensenator der HTW und geschäftsführendeGesellschafter der HYDAC, Otmar Schön, gemeinsam mit dem Rektor der HTW,Prof. Rudolf Warnking, entgegennahm. "Mit diesen zusätzlichenGeldmitteln können wir unser Informationsmaterial verbessern, umSchüler, vor allem aber Schülerinnen, über dieMöglichkeiten eines Ingenieurstudiums zu informieren", so Schön.Durch mehr Information in den Schulen könne die allgemeineTechnikfeindlichkeit verstärkt abgebaut werden, so Schön.
Der Anteil der Frauen an den klassischenIngenieurstudiengängen sei nach wir vor zu gering. "Wir bemühenuns seit Jahren, den Anteil an Ingenieurstudentinnen zu erhöhen, zumalauch im Saarland sowohl Ingenieure als auch Ingenieurinnen gesucht sind",betonte Rektor Warnking.
Allein im Dezember 1998 waren beim Landesarbeitsamt 58 offeneStellen für Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus"gemeldet". Die Berufsaussichten seien sowohl fürWirtschaftsingenieure, Elektroingenieure sowie Maschinenbauingenieure sehr gut."Je nach Studienschwerpunkt erhalten die Absolventen bereits währenddes obligatorischen Praxissemesters ihr erstes Stellenangebot. Wir hatten nochnie so viele Anfragen von Firmen nach geeigneten Absolventen wie in den letztenMonaten", berichtete Warnking. Besonders gefragt seien Elektroingenieuremit den Studienschwerpunkten Telekommunikation oder Automatisierungstechnik,aber auch Maschinenbauingenieure der Fahrzeugtechnik hätten ausgezeichneteChancen. Waren bundesweit 1997 noch 45 000 offene Stellen für Ingenieurezu verzeichnen, waren es 1998 bereits 67 000.
Althoff ermunterte in diesem Zusammenhang die Saarländer zumehr Flexibilität. "In einem strukturschwachen Land wie dem Saarlandkann es nicht für alle Ingenieure mit ihren unterschiedlichenStudienschwerpunkten den genau passenden Arbeitsplatz geben." Manchmal seies daher sinnvoll, sich auch außerhalb des Saarlandes zu bewerben.
Der VDI wirbt mit der Kampagne "Think Ing." fürmehr Studienanfänger in den klassischen Ingenieurstudiengängen. Derdramatische Rückgang der Studienanfänger in diesen Bereichenläßt auch für die kommenden Jahre einen akuten Mangel an Fach-und Führungskräften in Ingenieurberufen befürchten.
V.i.S.d.P. U. Reimann