„Vom engen und vertrauensvollen Austausch profitieren wirklich alle!“

Praxisanleiter*innen für den Studiengang „Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit“ mit Schulungen, Supervision und neuen Ideen fortbilden: Damit vernetzt und koordiniert Manuel Freis die Hochschule mit den Praxisinstitutionen vor Ort.

Mit den Bologna-Reformen und der Integration der Praktika in die Studien- und Prüfungsordnung der Sozialen Arbeit steigen auch die Anforderungen an die Lernorte Hochschule und außerhochschulische Praxis. Neben dem Studium an der Hochschule kommt dem Lernort Praxis dabei eine besondere Bedeutung zu. Doch wie gestalten die Praxisanleiter*innen vor Ort in den Institutionen eigentlich die Betreuung der Studierenden und was lässt sich hierbei noch verbessern? Diese Fragen stellte sich Projektleiter Manuel Freis, der über die Gestaltung der Praxisphase auch promoviert.

„Ich habe am Anfang unseres Projekts mit einem Praxisanleiter gesprochen und wollte wissen, was er mit den Studierenden am Beginn des Praktikums eigentlich abspricht“, erklärt der Projektleiter. „Er war sehr offen zu mir. Er sagte, er habe den Studierenden als allererstes gesagt: Vergesst alles, was ihr bis jetzt in der Hochschule gelernt habt – denn jetzt gilt die Praxis! Da habe ich gemerkt: Auf diese Art läuft die Hochschullehre ins Leere und wir wissen viel zu wenig darüber, was unsere Studierenden in der Praxisphase eigentlich machen.“

Fit in der Praxis

Nach diesem und anderen aufschlussreichen Gesprächen machte sich Manuel Freis daran, ein Konzept für die didaktisch-curriculare Verknüpfung der Lernprozesse in der Hochschule und der Lernprozesse in der Praxis auszuarbeiten. Dessen Ziel war es u.a., mit den Lehrenden aus der Praxis enger zusammenzuarbeiten und sie dafür mit Qualifizierungsprogrammen und Weiterbildungsangeboten zu schulen. „Wir wollten die Praxislehrenden persönlich kennenlernen, sie mit den Betreuenden an der
Hochschule vernetzen, und was diese sich von der praktischen Studienphase versprechen“, so Manuel Freis zum Ziel des Konzepts. „Während einer zehntägigen Schulung haben wir uns dann gemeinsam Methoden des Studierens am Lernort Praxis angeschaut und einen Eindruck davon vermittelt, mit welchen Grundlagen und Vorstellungen die Studierenden in die Praxisphase gehen. Das war auch ein stückweit Personalentwicklung für die Lehrenden an beiden Lernorten.“

Mit persönlichem Austausch zum Erfolg

Seither erarbeiten die Praxisanleiter*innen im Rahmen der Fortbildung auch spezielle Einarbeitungskonzepte für die Studierenden und angemessene Aufgaben für die Zeit des Praxissemesters. Zudem tauschen sie sich zur Betreuung der Studierenden in einer Supervisionsgruppe regelmäßig mit Kolleg*innen und Dozierenden der htw saar fachlich aus. Der Erfolg des Projekts ist für Manuel Freis offenkundig: „Der persönliche Austausch und die Koordination zwischen der Lehre an der Hochschule und in der Praxis führt ganz klar zu vielversprechenden gemeinsamen Projekten und neuen Ideen. Ohne engen und vertrauensvollen Austausch wäre das überhaupt nicht möglich. Davon profitieren wirklich alle, nicht zuletzt die Studierenden!“

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