„Eine wertvolle Erfahrung für Lernende und Lehrende“

Die effektivsten Werkzeuge sind jene, die man als Kompetenzen, Wissen und Verständnis verinnerlicht und damit stets parat hat. Das gilt auch und gerade für Ingenieur*innen. Mit dem Selbstlernkompetenz-Konzept (SLK-Konzept) vermitteln die Lehrenden des Bachelor-Studiengangs Bauingenieurwesen ihren Studierenden effektive didaktische Lernmethoden und wurden dafür 2017 mit dem Landespreis für Hochschullehre ausgezeichnet.

So wie jedes Bauwerk ein solides Fundament benötigt, brauchen auch Bauingenieur*innen grundlegendes technisches Wissen und Verständnis. Am besten eignen sich Studienanfänger*innen das Know-how mit einer eigenen Lernstrategie während des Grundstudiums an. „Solch eine Selbstlernkompetenz ist aber gerade bei Studienanfängern*innen sehr unterschiedlich ausgeprägt“, erläutert Projektleiterin Prof. Gudrun Djouahra, „deswegen haben wir ein Selbstlernkonzept erarbeitet, bei dem wir ihnen mit Hilfe eines didaktischen Plans Orientierung, Motivation und die passenden Werkzeuge vermitteln“.

Beim didaktischen Plan agieren mehrere Dozierende im Studienprojekt I nach einem übergeordneten Konzept, welches die Einzelmodule miteinander vernetzt. Das Semester wird in überschaubaren Lernetappen mit wechselnden didaktischen Methoden durchlaufen. Lehrende und Studierende haben als gemeinsames Ziel, das Semester erfolgreich zu absolvieren. Dabei interagieren und lernen beide Seiten mit- und voneinander und tragen somit zur Optimierung des gesamten Prozesses bei. Selbstlernwerkzeuge wie Begriffslisten, Checkfragen und Autokorrekturtests ergänzen die bestehenden Lernmaterialien wie Skripts und Altklausuren zusätzlich. „Die gezielt entwickelten neurodidaktisch fundierten Werkzeuge bringen die Studierenden in einen aktiven, selbst gesteuerten Lernprozess, in dem sie ihren eigenen Erfolg sehen und reflektieren“, erklärt die Projektleiterin die Umsetzung des Konzeptes.

An den Bedürfnissen der Studierenden orientiert

Die so gelegten Grundlagen werden von den Studierenden im Projektstudium lebensnah bei der Bearbeitung realer Projekte angewendet. Zum Beispiel verknüpfen die Teilnehmenden während der Exkursionen zur Baustelle der geplanten Objekte die Theorie mit praxisnahen Einblicken. Die frühe Verknüpfung zur außerhochschulischen Praxis ist besonders wertvoll im Hinblick auf das spätere Berufsleben. Dabei entwickelten sich nicht nur die Studierenden weiter, auch das Projekt selbst verbesserte sich fortlaufend. Neue Methoden kamen im Verlauf hinzu und die Lernumgebung verbesserte sich durch neue Räumlichkeiten, die eine ansprechende Atelieratmosphäre schufen. Entsprechend positiv fällt das Fazit von Prof. Djouahra aus: „Mit unserem interdisziplinären Projekt, das sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert, haben wir die Lehre und die Kompetenzen der Studierenden während der Studieneingangsphase deutlich verbessert. Das war für Lernende und Lehrende eine wertvolle Erfahrung, die auch noch Spaß gemacht hat!“

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