
Die Energiewende verändert die Energieversorgung grundlegend. Erneuerbare Energien, Digitalisierung und sektorübergreifende Vernetzung prägen die Zukunft der Energiewirtschaft. Wer diese Entwicklungen verstehen und aktiv mitgestalten möchte, erhält ab dem 6. November 2026 im berufsbegleitenden Zertifikat „Transformation der Energiesysteme“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) das notwendige Rüstzeug. Für den kommenden Durchgang sind derzeit noch Plätze verfügbar.
Das Zertifikat richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Verwaltung und Institutionen sowie an alle Interessierten, die sich fundiert mit den Herausforderungen und Chancen der Energiewende auseinandersetzen möchten. Vermittelt werden wirtschaftliche, politische, regulatorische und technische Grundlagen eines Energiesystems im Wandel.
Der wissenschaftliche Leiter des Zertifikats, Professor Dr. Uwe Leprich, beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit den Veränderungen der Energiewirtschaft. „Ich habe seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn mehrere Transformationen der Strom- und Gasmärkte miterlebt und mitgestaltet. Die aktuelle Transformation ist jedoch die bislang weitreichendste, da sie alle Sektoren der Energiewirtschaft betrifft und die Digitalisierung völlig neue Optimierungsmöglichkeiten eröffnet“, erläutert Leprich.
Die Bedeutung des Themas werde in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um die europäischen und nationalen Klimaziele zu erreichen, müssten insbesondere die Bereiche Wärme und Verkehr zunehmend elektrifiziert werden. Dadurch entstehe ein vernetztes Gesamtsystem, dessen Gestaltung und Optimierung zu den zentralen Aufgaben der Zukunft gehöre. Die Transformation der Energiesysteme werde dabei maßgeblich von den drei Leitmotiven Dekarbonisierung, Digitalisierung und Dezentralisierung geprägt.
Für die erfolgreiche Gestaltung dieses Wandels seien vielfältige Kompetenzen erforderlich. Fach- und Führungskräfte sollten die ökonomischen, rechtlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft verstehen. Dazu gehören Kenntnisse der europäischen und nationalen Gesetzgebung, der Energiemärkte sowie des Zusammenspiels von Marktmechanismen und regulatorischen Vorgaben. Technisches Vorwissen kann hilfreich sein, ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Leprich hebt den ganzheitlichen Ansatz des Zertifikats hervor: „Der Studiengang zeichnet ein Gesamtbild der deutschen Energiewirtschaft in ihrem aktuellen Transformationsprozess. Themen wie die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr, die steigende Stromnachfrage, die Potenziale der Digitalisierung sowie die Integration großer Mengen erneuerbarer Energien werden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.“
Ein weiterer Mehrwert liegt in der Praxisnähe. Alle Dozierenden sind beruflich eng mit der Energiewirtschaft verbunden und bringen ihre Erfahrungen aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und energieintensiven Industrien direkt in die Lehre ein. Dadurch profitieren die Teilnehmenden von aktuellen Einblicken und praxisnahen Beispielen.
Der nächste Durchgang startet am 6. November. Interessierte können sich noch bis 15.10.2026 anmelden. Die Vorlesungen finden jeweils am Freitagnachmittag und Samstagvormittag statt.
Weitere Informationen, Zeitpläne und Anmeldung: https://www.htwsaar.de/cecsaar/angebot/zertifikate/transformation-der-energiesysteme