Blended Learning - Begleitung Gruppenprozesse

In der Lehre bedienen wir uns neben den klassischen Lehrmethoden vor allem innovativer Lehrkonzepte. E-Learning-Komponenten, aber auch Konzepte, die Gruppenarbeit und selbständiges Lernen fördern, stellen einen hohen Stellenwert in unserer Didaktik dar.

Die im Folgenden beschriebenen Beispiele sind dem Master Studiengang „Supply Chain Management“ entnommen, dessen Ziel die Vertiefung der Grundkenntnisse, die im Rahmen des Bachelor-Studiums vermittelt wurden, ist.

Als zweites Beispiel sei die Veranstaltung „Simulation in Produktion und Logistik“ genannt, die von Studierenden der Masterstudiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ und „Supply Chain Management“ gleichermaßen besucht wird. Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen der Simulation (inkl. Skript-Programmierung und statistischer Datenanalyse) lernen die Studierenden an einer in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH entstandenen Fallstudie reale KANBAN-Systeme digital abzubilden und in dieser „virtuellen Fabrik“ verschiedene Szenarien und Parameter zu testen.

Auch bei der Konzeption dieser Veranstaltung wurde dem sinnvollen Einsatz von E-Learning-Komponenten großer Raum und Bedeutung eingeräumt, wie in Abbildung 1 zum Veranstaltungsaufbau zu sehen ist. Dabei ist der IT-Einsatz in der Didaktik nie Selbstzweck, sondern dient immer dem Ziel, die Heterogenität der Studierenden im Masterstudium adäquat zu adressieren und sie über eine möglichst intensive und freie Einbindung im Rahmen der Fallstudienbearbeitung zu kreativen und vor allem selbständigen Lösungen hinzuführen.

Abbildung 1: Aufbau der Veranstaltung „Simulation in Produktion und Logistik“

Selbständiges Arbeiten in interdisziplinären Teams

Inverted Learning - Selbststudium unterstützt durch Online-Lernvideos

Die neue Lehrform motiviert Studierende selbständig zu arbeiten und befähigt sie, die Arbeit in interdisziplinären Teams zu organisieren. Die beschriebenen Veranstaltungen bestehen aus zwei Teilen, welche jeweils durch innovative Lehr-Methoden unterstützt sind. Der erste Teil dient der Vermittlung theoretischer Inhalte, die für die Bearbeitung der Problemstellung im späteren Praxis-Teil notwendig sind. Hier greift das Konzept des Inverted Learnings[1]. Alle theoretischen Inhalte werden den Studierenden im Learning Management System (LMS) der htw saar „Clix“ als Lehrvideos zur Verfügung gestellt. Dies hat vor allem zum Vorteil, unterschiedliche Wissensstände durch Vorkenntnisse der Gruppe anzugleichen. Die Möglichkeit der Online-Tutorials ermöglicht jedem und jeder Studierenden im eigenen Lerntempo zu arbeiten, wie es in Präsenzveranstaltungen selten der Fall ist. Außerdem ermöglicht diese Form der Wissensvermittlung den Studierenden eine freie Einteilung der Lernzeit und somit mehr Flexibilität, was etwa hinsichtlich möglicher Erwerbstätigkeit neben dem Studium oder bei Familienpflichten sehr hilfreich für die Studierenden ist. Die Lehrvideos haben eine Länge von 5-12 Minuten und wurden extra für diese Veranstaltung produziert. Diese werden durch Übungsaufgaben, Quizzes zum Selbsttest, Kann-Listen (entnommen aus dem SOL-Konzept[2]) und Lern-Reflexions-Bögen ergänzt.

Das Konzept des beratenden Dozenten zieht sich durch die gesamte Veranstaltung – der Dozent bzw. die Dozentin betreut die Studierenden und leitet sie an. Den Abschluss findet die jeweilige Veranstaltung in der Präsentation der Ergebnisse.

 



[1] Vgl. Handke, J., & Schäfer, A. M. (2012). E-Learning, E-Teaching und E-Assessment in der Hochschullehre. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, S. 95.

[2] Selbstorientiertes Lernen – eine Lehrform entwickelt von Dr. Herold. http://www.sol-institut.de/

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